Schon seit Anfang des Jahres haben wir uns gesagt, dass wir
unbedingt mindestens einmal nach Straßburg fahren müssen: Zur Adventszeit. Der
Weihnachtsmarkt dort ist ja sehr bekannt, wenn nicht der älteste
Weihnachtsmarkt überhaupt.
Wir haben ein sehr gutes Angebot bei sncf gefunden und sind
für nur 40€ mit Zug gefahren. Freitag früh ging es los, und weil die Fahrt nur
drei Stunden dauerte, waren wir schon um 11 Uhr in Straßburg. Wir sind zu Fuß
in die Innenstadt gelaufen, haben erst einmal etwas gegessen und haben uns dann
von Weihnachtsmarkt zu Weihnachtsmarkt treiben lassen und dabei ein paar schöne
Kirchen entdeckt. Natürlich sind wir auch bei der Cathédrale Notre-Dame de
Strasbourg angekommen. Die sieht von außen wirklich beeindruckend aus. Von
innen hat sie mich eher enttäuscht: recht schlicht, gewöhnlich und mit
Touristen überfüllt, die sie der Atmosphäre berauben. Die astronomische Uhr ist allerdings wirklich
interessant.
| der Temple Neuf (die neue evangelische Kirche) |
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| der einzige hübsche Weihnachtsbaum in Straßburg im Temple Neuf |
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| die Kathedrale Notre-Dame de Strasbourg |
| ein kleiner Teil der astronomischen Uhr |
Außerdem haben wir natürlich „Petite France“ entdeckt: ganz süß, aber gerade zur Weihnachtszeit schon ziemlich kitschig. Am frühen Abend sind wir dann zu Patricia gefahren, einer Spanierin, die einen Freiwilligendienst über die gleiche Organisation wie wir macht und die wir auf den Seminaren kennengelernt haben. Sie wohnt und arbeitet in Straßburg und hat uns für das Wochenende aufgenommen. Mit ihr zusammen sind wir am Abend noch in ein Restaurant gegangen und haben Flammenkuchen gegessen.
Am Samstag hat uns Patricia erst das Universitätsviertel gezeigt und dann haben wir eine zweistündige kostenlose
Stadtführung auf Englisch mitgemacht. Die war sogar richtig interessant und
sehr gut gemacht! Wir haben sehr viel dazugelernt und wurden an viele Orte
außerhalb der Massen geführt. Wir dachten zwar nämlich, Freitag sei es schon
voll gewesen in Straßburg, aber Samstag ging noch einiges mehr! Es war ein
regelrechtes Schieben, nicht nur auf den Weihnachtsmärkten, sondern in der
gesamten Altstadt, etwa wie zum Karneval der Kulturen oder Myfest in Berlin. Das
war eine Sache, die uns sehr an unserem Straßburgaufenthalt gestört hat. Des
Weiteren sind dort enorm viele Deutsche unterwegs. Generell hört man dort alle
Sprachen außer Französisch, alles ist nur darauf ausgelegt, möglichst viele
Touristen anzuziehen und abzuziehen und zu diesem Zwecke ist die Stadt so
kitschig wie möglich dekoriert.
Am späten Nachmittag haben wir Zsófi und ihre Mitfreiwillige
getroffen, die uns wenige Zeit später wieder verlassen haben. Dafür ist Elli in
Straßburg angekommen, eine weitere Freiwillige unserer Organisation. Sie hat
den Abend mit uns verbracht und auch bei uns übernachtet. Eigentlich war
geplant, dass wir in Straßburg ausgehen und noch weitere Freiwillige treffen,
aber nachdem wir gekocht haben und ein paar Gläser Wein genossen haben, waren
wir viel zu müde und sind lieber mit Elli und Patricias Mitfreiwilligen Caro
bei Patricia geblieben und haben den ganzen Abend lang gequatscht.
Am Sonntag sind wir mit Patricia nach Colmar gefahren und
haben da Zsófi und weitere Freiwillige getroffen. Die Gruppe hat sich aber
schnell als zu groß herausgestellt und dann waren wir schnell wieder nur zu
dritt unterwegs. Colmar ist auf jeden Fall viel süßer als Straßburg, war
weniger überfüllt (obwohl wir das vielleicht nicht so gut beurteilen können
weil wir schon um 17 Uhr wieder gefahren sind) und vor allem viel weniger
kitschig. Es gibt auch viel mehr Handwerksstände. Wir haben uns wie immer vor
allem durch das Essensangebot gefuttert und waren zusätzlich noch einmal in
einem Restaurant Flammenkuchen essen.
Um 17 Uhr sind wir kurz nach Einbruch der Dunkelheit wieder zurück nach Straßburg gefahren, um pünktlich bei unserer Mitfahrgelegenheit anzukommen. Auf dem Rückweg nach Lille sind wir durch Luxemburg und Belgien gefahren und waren in einer luxemburgischen Tankstelle erst mal deutsche Süßigkeiten shoppen. Fazit von diesem Wochenende: Bei sncf sollte man trotz der normalerweise hohen Preise immer mal wieder Ausschau nach Schnäppchen halten, Straßburg ist schön, aber in der Adventszeit too much, Colmar lohnt sich mehr und nichts ersetzt die Weihnachtsmärkte in unserer Heimat.
Um 17 Uhr sind wir kurz nach Einbruch der Dunkelheit wieder zurück nach Straßburg gefahren, um pünktlich bei unserer Mitfahrgelegenheit anzukommen. Auf dem Rückweg nach Lille sind wir durch Luxemburg und Belgien gefahren und waren in einer luxemburgischen Tankstelle erst mal deutsche Süßigkeiten shoppen. Fazit von diesem Wochenende: Bei sncf sollte man trotz der normalerweise hohen Preise immer mal wieder Ausschau nach Schnäppchen halten, Straßburg ist schön, aber in der Adventszeit too much, Colmar lohnt sich mehr und nichts ersetzt die Weihnachtsmärkte in unserer Heimat.











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