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Mittwoch, 7. Dezember 2016

Mein Geburtstag und ein Tag in Paris



Der 4. Dezember war mein Geburtstag, und zwar der erste in meinem Leben, den ich nicht in Berlin verbracht habe. Unglücklicherweise ist er natürlich auf einen Sonntag gefallen. Das hieß nicht nur, dass alles Mögliche zu hatte, sondern auch, dass die meisten Studenten wie immer nicht da waren und auch generell eher weniger als mehr los war. Ich bin aber generell kein Fan von Geburtstagen, gerade von meinen eigenen nicht, also fand ich es jetzt nicht so schlimm, nicht richtig zu feiern.


Am Samstag habe ich mit Pia reingefeiert: Am Nachmittag sind wir in die Stadt gefahren, um ein paar Sachen zu kaufen, und haben uns dann spontan dafür entschieden, einen entspannten Backabend zu machen. Erst haben wir überlegt, ein Lebkuchenhaus selber zu backen. Pia hatte aber am Abend auch noch Bandprobe. Deswegen haben wir uns aus Zeitgründen für eine Fertigpackung Lebkuchenhaus entschieden. Wir haben Süßigkeiten zum Verzieren gekauft, sowie Puderzucker für den Zuckerguss, und alle Zutaten für Lumumba (für alle die das auch nicht kennen: Kakao mit Amaretto, Weihnachtsmarktgetränk). 


Dann haben wir nach Pias Bandprobe erst einmal die leckerste Pizza in unserem Viertel geholt und danach gemütlich damit begonnen den Lumumba zuzubereiten und den Zuckerguss anzurühren. Drei Stunden, so einige Weihnachtslieder, viel Zuckerguss, je drei Tassen Lumumba und viele Lachanfälle später haben wir entschieden, dass sowieso nichts halten wird und haben einfach alles aufgegessen. Um Mitternacht habe ich eine Duftkerze ausgepustet (die einzige Kerze, die wir da hatten) und Pia hat mir einen Adventskalender mit Kinderschokolade geschenkt. Also ist dieses Jahr doch nicht mein erstes Jahr ohne Adventskalender!




Am Sonntag um 7 Uhr ging es für Charles und mich los nach Paris. Ich war unheimlich gut gelaunt, weil es das erste Mal seit sehr langer Zeit war, dass ich einen Tag so früh und produktiv begonnen habe. In Paris angekommen haben wir erst einmal gefrühstückt und sind danach durch Montmartre spaziert. Wir waren auch im Sacré-Cœur und haben überlegt, zur Messe zu bleiben. Ich habe mich dann doch dagegen entschieden, denn ich finde solche großen und touristischen Kathedralen zwar sehr schön, aber meistens fehlt es ihnen an Atmosphäre.







Danach sind wir mit der Metro zum Triumphbogen gefahren und dann die Champs Elysée heruntergelaufen und haben jedem Autohaus dort einen Besuch abgestattet. Die Champs Elysée ist zurzeit aus Sicherheitsgründen eine reine Fußgängerzone mit viel Polizei und Taschenkontrollen. Der untere Teil wurde in einen Weihnachtsmarkt verwandelt. Im Vergleich zu deutschen Weihnachtsmärkten ist das nichts, für französische Verhältnisse ist der recht groß und recht vielseitig.





Später waren wir bei der Notre-Dame de Paris und sind von dort im Sonnenuntergang die Seine entlanggelaufen, am Louvre vorbei zum Eiffelturm. Am Abend waren wir dann noch in der Bar etwas trinken und um 20:30 Uhr ging es zurück nach Lille, wo ich nur noch das Paket meiner Familie geöffnet und mit meiner Schwester telefoniert habe. Ein sehr schöner Geburtstag also.








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