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Donnerstag, 9. Februar 2017

Gala icam



Seit wir hier sind, haben wir davon gehört: die berühmte icam-Gala. Einmal im Jahr findet Ende Januar eine riesige Feier in der Uni statt, die vom 3. Jahrgang organisiert wird. Dadurch, dass gerade am Anfang alle unsere Freunde im dritten Jahr sind, haben wir schon Anfang September mitbekommen, wie aufgeregt über das Thema diskutiert wurde, Ämter verteilt wurden, etc. Es gibt auch immer ein Thema, wonach die Uni dekoriert wird. Das war aber lange streng geheim.


Im Dezember war es dann so weit: Die Bekanntmachung des Themas. Dazu gab es natürlich eine extra Party, einen Countdown und eine ganz schöne Show. Der gesamte dritte Jahrgang war im Stil der zwanziger Jahre verkleidet und haben nach einem auf den Countdown folgenden Film alle zusammen eine Choreo getanzt. Dazu gab es eine ziemlich starke Rede von mehreren Studenten, die überall im Saal verteilt waren. Dann wurde endlich nach vielem Raten das Thema genannt: „Au crépuscule d’un règne“. Ah, okay.

Seit dem war die Gala Gesprächsthema Nummer 1. Der dritte Jahrgang hatte viel freie Zeit, die sie komplett in die Vorbereitung gesteckt haben. Am Ende gab es Schichten (6- 12 Uhr, 12- 18 Uhr, 18- 24 Uhr und sogar 0- 6 Uhr) und die Armen waren dauerhaft übermüdet. Trotzdem sprachen alle, auch sie selbst, davon, wie unglaublich es wird und wie fantastisch es jedes Jahr ist


Das Schlimmste war es, ein Outfit zu finden. Am Ende habe ich mich für ein enges dunkelblaues Kleid mit Spitze an den Schultern und am Rücken entschieden, dazu schwarze Pumps, die ich tatsächlich geschafft habe, 7 Stunden zu tragen.




Die Gala war dann am 28. Januar. Pia hat mit ihrer Band gleich am Anfang gespielt (ab 21.30 Uhr), deswegen waren wir schon ganz früh da, als es noch relativ leer war. Während des Konzerts hat sich die Uni und der Saal, in dem sie gespielt haben, dann aber gefüllt. 











Es gab wirklich sehr viel Deko, jeder Saal nach einem anderen Reich, z.B. "L'Empire du Milieu", "Safari" oder "Sous les décombres de Pompéi" Aber ich fand nicht, dass man überwältigt war, wie wenig die Uni wiederzuerkennen war, wie alle anderen es fanden. 

In jedem Saal hat eine andere Musikgruppe oder ein DJ live gespielt. Aber auch da muss ich sagen, dass ich die Musik okay fand, aber nicht so toll wie alle anderen sie fanden. 


Die aus dem dritten Jahrgang haben alle die ganze Nacht lang hinter den Kulissen gearbeitet, also haben wir sie leider fast gar nicht gesehen. Ansonsten waren extrem viele Leute von außerhalb da, weil jeder icam-Student eine Person mitbringen kann und es am Ende noch mehr Karten gibt für Leute von außerhalb. Deswegen hat man ständig seine eigenen Leute verloren und kaum Leute gefunden, die man kannte. 



Pia und ich haben den Abend im Großen und Ganzen mit Charles verbracht und seinen Freunden, die er eingeladen hat. Auch wir haben einen Großteil des Abends damit verbracht, uns in unterschiedlichen Kombinationen zu verlieren, zu suchen und wiederzufinden. Dabei haben wir fast alle Säle angeschaut, ein paar Bier und Cocktails getrunken und sogar ein bisschen getanzt.

Zum Ende hin wurden die Menschen immer betrunkener und das Ganze immer ekliger. Wir selbst waren kaum angetrunken und letztendlich war die Gala auch nicht ganz unser Ding. Also waren wir ganz froh, als wir um halb 4 nach Hause gegangen sind, im Gegensatz zu Pia, die noch bis zum Ende um 5 Uhr geblieben ist. 


Fazit: Die Gala ist absolut überbewertet, aber für ein nächstes Mal wüsste ich ein bisschen besser, davon zu profitieren. Generell ist das nicht mein Ding, aber ich war sehr froh, den Abend mit Charles, aber auch mit seinen Freunden zu verbringen, die richtig nett und sehr witzig sind, die ich aber erst selten gesehen habe, weil sie nicht am icam sind. Das einzige, was ich richtig schade finde, ist, dass wir keine Fotos gemacht haben, vor allem keine „professionellen“ im Fotoraum.

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