Seit wir hier sind, haben wir davon gehört: die berühmte
icam-Gala. Einmal im Jahr findet Ende Januar eine riesige Feier in der Uni
statt, die vom 3. Jahrgang organisiert wird. Dadurch, dass gerade am Anfang
alle unsere Freunde im dritten Jahr sind, haben wir schon Anfang September
mitbekommen, wie aufgeregt über das Thema diskutiert wurde, Ämter verteilt
wurden, etc. Es gibt auch immer ein Thema, wonach die Uni dekoriert wird. Das
war aber lange streng geheim.
Im Dezember war es dann so weit: Die Bekanntmachung des
Themas. Dazu gab es natürlich eine extra Party, einen Countdown und eine ganz
schöne Show. Der gesamte dritte Jahrgang war im Stil der zwanziger Jahre
verkleidet und haben nach einem auf den Countdown folgenden Film alle zusammen
eine Choreo getanzt. Dazu gab es eine ziemlich starke Rede von mehreren Studenten, die
überall im Saal verteilt waren. Dann wurde endlich nach vielem Raten das Thema
genannt: „Au crépuscule d’un règne“. Ah, okay.
Seit dem war die Gala Gesprächsthema Nummer 1. Der dritte
Jahrgang hatte viel freie Zeit, die sie komplett in die Vorbereitung gesteckt
haben. Am Ende gab es Schichten (6- 12 Uhr, 12- 18 Uhr, 18- 24 Uhr und sogar 0-
6 Uhr) und die Armen waren dauerhaft übermüdet. Trotzdem sprachen alle, auch
sie selbst, davon, wie unglaublich es wird und wie fantastisch es jedes Jahr ist.
Das Schlimmste war es, ein Outfit zu finden. Am Ende habe
ich mich für ein enges dunkelblaues Kleid mit Spitze an den Schultern und am
Rücken entschieden, dazu schwarze Pumps, die ich tatsächlich geschafft habe, 7 Stunden zu tragen.
Die Gala war dann am 28. Januar. Pia hat mit ihrer Band
gleich am Anfang gespielt (ab 21.30 Uhr), deswegen waren wir schon ganz früh
da, als es noch relativ leer war. Während des Konzerts hat sich die Uni und der
Saal, in dem sie gespielt haben, dann aber gefüllt.
Es gab wirklich sehr viel Deko, jeder Saal nach einem
anderen Reich, z.B. "L'Empire du Milieu", "Safari" oder "Sous les décombres de Pompéi" Aber ich fand nicht, dass man überwältigt war, wie wenig die Uni
wiederzuerkennen war, wie alle anderen es fanden.
In jedem Saal hat eine andere Musikgruppe oder ein DJ live
gespielt. Aber auch da muss ich sagen, dass ich die Musik okay fand, aber nicht so
toll wie alle anderen sie fanden.
Die aus dem dritten Jahrgang haben alle die ganze Nacht lang
hinter den Kulissen gearbeitet, also haben wir sie leider fast gar nicht
gesehen. Ansonsten waren extrem viele Leute von außerhalb da, weil jeder
icam-Student eine Person mitbringen kann und es am Ende noch mehr Karten gibt
für Leute von außerhalb. Deswegen hat man ständig seine eigenen Leute verloren
und kaum Leute gefunden, die man kannte.
Pia und ich haben den Abend im Großen und Ganzen mit Charles
verbracht und seinen Freunden, die er eingeladen hat. Auch wir haben einen
Großteil des Abends damit verbracht, uns in unterschiedlichen Kombinationen zu
verlieren, zu suchen und wiederzufinden. Dabei haben wir fast alle Säle
angeschaut, ein paar Bier und Cocktails getrunken und sogar ein bisschen
getanzt.
Zum Ende hin wurden die Menschen immer betrunkener und das Ganze immer ekliger. Wir selbst waren kaum angetrunken und letztendlich war die
Gala auch nicht ganz unser Ding. Also waren wir ganz froh, als wir um halb
4 nach Hause gegangen sind, im Gegensatz zu Pia, die noch bis zum Ende um 5 Uhr
geblieben ist.
Fazit: Die Gala ist absolut überbewertet, aber für ein
nächstes Mal wüsste ich ein bisschen besser, davon zu profitieren. Generell ist
das nicht mein Ding, aber ich war sehr froh, den Abend mit Charles, aber auch
mit seinen Freunden zu verbringen, die richtig nett und sehr witzig sind, die
ich aber erst selten gesehen habe, weil sie nicht am icam sind. Das einzige, was
ich richtig schade finde, ist, dass wir keine Fotos gemacht haben, vor allem
keine „professionellen“ im Fotoraum.











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