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Samstag, 1. April 2017

Ein Wochenende in Brüssel

Letztes Wochenende haben Pia und ich mit drei weiteren deutschen und österreichischen Freiwilligen unserer Vermittlungsorganisation einen Wochenendtrip nach Brüssel unternommen.


Am Freitagabend sind Lara und Kathi in Lille angekommen und haben bei uns übernachtet. Samstagmorgen ging es früh los. Wir haben mit dem TGV nur etwa 40 Minuten nach Brüssel gebraucht; unglaublich, dass wir das bisher noch nicht gemacht haben.


Dort angekommen haben wir Charlotte getroffen, unser Gepäck eingeschlossen und sind erstmal Richtung Innenstadt gelaufen. Natürlich haben wir einen Abstecher zum Mannequin Pis gemacht. Ich hatte mir nicht viel von einer kleinen pinkelnden Statue erwartet, und meine Erwartungen wurden nicht übertroffen. Wir haben das Männchen erst vor lauter Gerüst und Touristen übersehen. Übrigens trägt er immer wieder andere Kostüme, das wusste ich vorher nicht.


Im Anschluss sind wir zum beeindruckenden Großen Platz gelaufen und haben schnell nachgeschaut, was das denn überhaupt für Gebäude sind, die wir so eifrig fotografieren: Rathaus, das Stadtmuseum (mit den Kostümen vom Mannequin Pis) und einige Zunfthäuser.





Wir sind ein bisschen weiterspaziert durch die kleinen Straßen, haben einen Abstecher in einen niedlichen Buchladen gemacht und sind auf den Berg gestiegen. Dort haben wir ein Café gefunden, in dem wir unser zweites Frühstück/ Mittagessen eingenommen und bestimmt zwei Stunden gequatscht haben.












Wir haben dann unseren Spaziergang fortgesetzt, weil es für einen Museumsbesuch, unser eigentlicher Plan, einfach viel zu schönes Wetter war. Ich hätte nicht gedacht, dass es in Brüssel so viele schöne alte Gebäude gibt, so viel Street Art, aber vor allem so viele große schöne Parks. 









Nachdem wir in dem Park auf dem Foto oben von einem alten Herrn darauf hingewiesen wurden, dass man sich hier nicht auf den Rasen setzen darf, sind wir seinem Ratschlag gefolgt und haben einfach den nächsten Park gesucht, direkt am Palais d‘Egmont. und Kathi wurde von einem süßen Hund dazu ausgewählt, mit ihm zu spielen.




Wir waren mittlerweile ganz oben angekommen, hatten einen Ausblick über die ganze Stadt und konnten sogar bis zum Atomium blicken. Neben dem Aussichtspunkt gab es einen Fahrstuhl, der runter in ein künstlerisches Viertel fährt. Die Mädels konnten sich für die Second-Hand Shops dort begeistern und danach waren wir noch in einem anderen kleinen Modelädchen, das ein paar wirklich schöne Teile hatte, aber trotz Rabatte noch recht teuer war.






Wir haben unsere Tour wieder am Bahnhof beendet, unser Gepäck geholt und sind zur Unterkunft gelaufen. Wir haben am Samstag, glaube ich, einen guten ersten Eindruck von der Stadt gewonnen, aber in der Unterkunft angekommen, waren wir alle fix und fertig und brauchten erstmal eine längere Pause. Wir haben dann entschieden, am Abend nicht essen zu gehen, sondern selbst zu kochen. Trotz vieler verschiedener Ernährungsweisen haben wir schließlich ein ganzes Menü gefunden, dass allen passte: Salat, eine Gemüsepfanne, Brot mit verschiedenen Hummusaufstrichen und zum Apéro Tortillachips mit Guacamole.


Später am Abend sind wir noch in eine Bar gegangen. Die haben wir sehr zufällig gewählt, aber sie war von innen sehr schön, ein kleines schmales Haus mit mehreren Etagen und ganz im Holzlook. Da wir immer noch sehr erschöpft waren und trotz Zeitumstellung am nächsten Tag fit sein wollten, sind wir danach nicht mehr groß ausgegangen.


Am Sonntag haben wir eine Tour durch das Europaviertel gemacht. Das hat uns auch nochmal ganz schön überrascht. Es gab wieder sehr viele schöne Parks und niedliche Häuser, die die verschiedensten Vertretungen beherbergten. 










der Brüsseler Triumphbogen am Jubelpark
Als wir schon sehr hungrig waren, haben wir einen kleinen Markt voller leckerer Kleinigkeiten gefunden. Wir haben uns aber dazu entschieden, endlich unsere Pommes zu holen, von der angeblich besten Frittenbude in Brüssel. Damit haben wir uns - wie auch anders - in den nächsten Park gesetzt. Natürlich nur, weil uns Kathis Reiseführer uns so angewiesen hat.




Dieser Park hat uns direkt zu den EU-Institutionen geführt.




Obwohl wir kaum noch Zeit hatten, sind wir schon schnell ins Parlamentarium rein, das Besucherzentrum des Europäischen Parlaments. Die Ausstellung hat uns alle begeistert. Es wurden viele verschiedene Themen angesprochen, alles was irgendwie mit der EU zusammenhängt. Die ganze Ausstellung war sehr modern, ansprechend und interaktiv gestaltet. Überall haben freundliche Mitarbeiter Hilfe und Erklärungen angeboten. Wir wären gerne noch länger geblieben.

Auch Brüssel an sich hat mir sehr gut gefallen und ich glaube, ich schaue nochmal vorbei.

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