Am Freitagabend sind Lara und Kathi in Lille angekommen und
haben bei uns übernachtet. Samstagmorgen ging es früh los. Wir haben mit dem
TGV nur etwa 40 Minuten nach Brüssel gebraucht; unglaublich, dass wir das
bisher noch nicht gemacht haben.
Dort angekommen haben wir Charlotte getroffen, unser Gepäck
eingeschlossen und sind erstmal Richtung Innenstadt gelaufen. Natürlich haben
wir einen Abstecher zum Mannequin Pis gemacht. Ich hatte mir nicht viel von
einer kleinen pinkelnden Statue erwartet, und meine Erwartungen wurden nicht
übertroffen. Wir haben das Männchen erst vor lauter Gerüst und Touristen
übersehen. Übrigens trägt er immer wieder andere Kostüme, das wusste ich vorher
nicht.
Im Anschluss sind wir zum beeindruckenden Großen Platz
gelaufen und haben schnell nachgeschaut, was das denn überhaupt für Gebäude
sind, die wir so eifrig fotografieren: Rathaus, das Stadtmuseum (mit den
Kostümen vom Mannequin Pis) und einige Zunfthäuser.
Wir sind ein bisschen weiterspaziert durch die kleinen
Straßen, haben einen Abstecher in einen niedlichen Buchladen gemacht und sind
auf den Berg gestiegen. Dort haben wir ein Café gefunden, in dem wir unser
zweites Frühstück/ Mittagessen eingenommen und bestimmt zwei Stunden gequatscht
haben.
Wir haben dann unseren Spaziergang fortgesetzt, weil es für
einen Museumsbesuch, unser eigentlicher Plan, einfach viel zu schönes Wetter
war. Ich hätte nicht gedacht, dass es in Brüssel so viele schöne alte Gebäude
gibt, so viel Street Art, aber vor allem so viele große schöne Parks.
Nachdem wir in dem Park auf dem Foto oben von einem alten
Herrn darauf hingewiesen wurden, dass man sich hier nicht auf den Rasen setzen
darf, sind wir seinem Ratschlag gefolgt und haben einfach den nächsten Park
gesucht, direkt am Palais d‘Egmont. und Kathi wurde von einem süßen Hund dazu
ausgewählt, mit ihm zu spielen.
Wir waren mittlerweile ganz oben angekommen, hatten
einen Ausblick über die ganze Stadt und konnten sogar bis zum Atomium
blicken. Neben dem Aussichtspunkt gab es einen Fahrstuhl, der runter in ein
künstlerisches Viertel fährt. Die Mädels konnten sich für die Second-Hand Shops
dort begeistern und danach waren wir noch in einem anderen kleinen Modelädchen,
das ein paar wirklich schöne Teile hatte, aber trotz Rabatte noch recht teuer
war.
Wir haben unsere Tour wieder am Bahnhof beendet, unser
Gepäck geholt und sind zur Unterkunft gelaufen. Wir haben am Samstag, glaube
ich, einen guten ersten Eindruck von der Stadt gewonnen, aber in der Unterkunft
angekommen, waren wir alle fix und fertig und brauchten erstmal eine längere
Pause. Wir haben dann entschieden, am Abend nicht essen zu gehen, sondern
selbst zu kochen. Trotz vieler verschiedener Ernährungsweisen haben wir
schließlich ein ganzes Menü gefunden, dass allen passte: Salat, eine
Gemüsepfanne, Brot mit verschiedenen Hummusaufstrichen und zum Apéro Tortillachips
mit Guacamole.
Später am Abend sind wir noch in eine Bar gegangen. Die
haben wir sehr zufällig gewählt, aber sie war von innen sehr schön, ein kleines
schmales Haus mit mehreren Etagen und ganz im Holzlook. Da wir immer noch sehr
erschöpft waren und trotz Zeitumstellung am nächsten Tag fit sein wollten, sind
wir danach nicht mehr groß ausgegangen.
Am Sonntag haben wir eine Tour durch das Europaviertel
gemacht. Das hat uns auch nochmal ganz schön überrascht. Es gab wieder sehr viele schöne Parks und niedliche Häuser, die die verschiedensten Vertretungen beherbergten.
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| der Brüsseler Triumphbogen am Jubelpark |
Als wir schon sehr hungrig waren, haben wir einen kleinen Markt voller leckerer Kleinigkeiten gefunden. Wir haben uns aber dazu entschieden, endlich unsere Pommes zu holen, von der angeblich besten Frittenbude in Brüssel. Damit haben wir uns - wie auch anders - in den nächsten Park gesetzt. Natürlich nur, weil uns Kathis Reiseführer uns so angewiesen hat.
Dieser Park hat uns direkt zu den EU-Institutionen geführt.
Obwohl wir kaum noch Zeit hatten, sind wir schon schnell ins Parlamentarium rein, das Besucherzentrum des Europäischen Parlaments. Die Ausstellung hat uns alle begeistert. Es wurden viele verschiedene Themen angesprochen, alles was irgendwie mit der EU zusammenhängt. Die ganze Ausstellung war sehr modern, ansprechend und interaktiv gestaltet. Überall haben freundliche Mitarbeiter Hilfe und Erklärungen angeboten. Wir wären gerne noch länger geblieben.
Auch Brüssel an sich hat mir sehr gut gefallen und ich glaube, ich schaue nochmal vorbei.











































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