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Mittwoch, 2. November 2016

Herbstsonne in Brügge



Die letzten Tage waren die Uni und das Wohnheim wie ausgestorben, alle hatten Ferien und sind entweder zu ihren Familien oder mit Freunden weggefahren. Wir haben erst überlegt, uns den Brasilianern anzuschließen, die die Tage in Amsterdam verbrachten. Die Idee kam uns aber etwas zu spät und dann waren uns die Preise der letzten freien Übernachtungsmöglichkeiten zu hoch.

Letztendlich haben Charles und ich den Samstag auf Empfehlung seiner Freunde hin  in Brügge verbracht. Wir sind mit Auto gefahren und so waren wir in nur knapp einer Stunde da. Ich kannte Brügge vorher nur vom Namen und konnte mir absolut nichts darunter vorstellen. Aber „Venedig des Nordens“ trifft es wirklich gut. Es hat mir eigentlich sogar besser gefallen als Venedig. Die Stadt wurde nie zerstört, deshalb sind immer noch sehr viele alte Gebäude vorhanden. Wir haben als erstes eine kitschige Bootstour durch die süßen kleinen Kanäle gemacht und so einen ersten Eindruck von der Stadt gewonnen. Anschließend haben wir uns verdammt leckere Pommes gegönnt, obligatorisch für einen Belgienaufenthalt. Den restlichen Tag haben wir damit verbracht, durch die Stadt zu spazieren, über zwei Märkte zu schlendern, die Sehenswürdigkeiten abzulaufen, zwei Kirchen zu besichtigen und uns zu überlegen, ob wir doch noch für 10€ auf den Belfried steigen. Wir haben uns dann aber dafür entschieden, unser Geld lieber wieder in Essen zu investieren und waren noch bei einem Italiener.









Obwohl die Stadt in Flandern liegt, konnten wir mit allen Leuten dort Französisch reden. Und Schriftzüge, die nur auf Niederländisch geschrieben waren, konnte ich auch größtenteils deuten, das ist echt ganz witzig. 

Aber natürlich kann kein Franzose nach Belgien fahren, ohne sich von den Belgiern gehasst zu fühlen. Von drei französischen Autos, die in der Straße geparkt haben, haben alle drei ein Knöllchen bekommen, von den unzähligen belgischen Autos kein einziges. Auch unser Auto hat eines bekommen, während die beiden belgischen Autos vor und hinter uns länger da standen und verschont geblieben sind. Charles hat sich also von den Belgiern gehasst gefühlt und ich war sehr zufrieden über meinen ersten Aufenthalt in diesem Land.

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